Mein Hameln-Pyrmont. Meine Ziele.

Es hat ein wenig gedauert, aber hier folgen meine Ziele für eine gute Zukunft und eine gute Nachbarschaft im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Eins vorneweg: viele Dinge, die ich gerne ändern würde, lassen sich speziell in Hameln nur durch den Stadtrat ändern. Ich spreche in diesem Beitrag nur Ziele an, die ich bzw. die Parteien im Kreistag tatsächlich beeinflussen können.

Wirtschaft

Als Berufsberater arbeite ich in Hannover auch mit Kammern und teilweise Arbeitgebern zusammen. In manchen Berufszweigen wird es sogar dort schon schwer, Azubis zu finden. Dafür gibt es viele Gründe.

Genauso ist es aber hier im Landkreis. Mittel- und langfristig ist es für die Zukunft des Landkreises entscheidend, wie die Unternehmen vor Ort weiter Fachkräfte finden können. Das geht einerseits über Ausbildung, andererseits brauchen wir den Zuzug von qualifizierten Kräften, jungen Menschen und Familien.

Das funktioniert meines Erachtens aber nur, wenn ich diese Personenkreise mehr umwerbe. Gute Voraussetzungen haben wir teilweise schon. Günstiger Wohnraum (im Vergleich zu Hannover), bezahlbare Gewerbeflächen für neue Unternehmen.

Allerdings müssen beide Seiten – die Menschen und die Unternehmen – überhaupt erst einmal Kenntnis von uns nehmen. Deshalb brauchen wir bessere und umfangreichere Werbung, z.B. in der Region Hannover.

Außerdem möchte ich, dass wir im Landkreis gute Arbeitsplätze fördern, d.h. bei Förderung noch genauer darauf achten, ob z.B. das tarifliche Gehalt gezahlt wird.

Unabdingbar für Investitionsentscheidungen von Unternehmen wird der Breitbandausbau (Internetanschluss) sein. Wir sind die ersten Schritte gegangen und wollen massiv investieren. Das kostet Geld, aber wo es früher hieß, dass ein Autobahnanschluss notwendig ist, heißt es heute: „Wie sieht es mit den Internetgeschwindigkeiten aus?“. Deshalb muss dies ein Kernpunkt von Wirtschaftspolitik im Landkreis sein, auch vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dem sogenannten „Mobilen Arbeiten“.

Wohnen

Ich habe es bereits geschrieben, wir haben im Vergleich zu Hannover günstigen Wohnraum – und schöner auf jeden Fall 😉 Scherz beiseite, das ist natürlich von jedem selbst abhängig. Aber ich glaube, wir verkaufen uns auch da unter Wert.

Wenn ich mir die Städte und Gemeinden außerhalb Hamelns anschaue, dann sehe ich viele leerstehende Immobilien. Die Kaufpreise sind zwar leicht gestiegen, aber immer noch sehr gut im Vergleich zur Region Hannover. Junge Familien können sich hier noch Häuser „mit Grün drumherum“ leisten. Für viele könnte das ein Argument sein.

Auch dafür brauche ich Werbung. Vereinbart wurde vor Kurzem, dass die Weserbergland AG dazu Konzepte entwerfen soll. Hier plädiere ich stark dafür, dass der Landkreis ein ganz eigenes Konzept erhält, damit der Name „Hameln-Pyrmont“ auch vorkommt und nicht nur „Weserbergland“. Das verwässert meiner Ansicht nach den Werbegedanken in der Region Hannover. Außerdem stellen wir uns dann in direkte Konkurrenz zu den Landkreises Schaumburg und Holzminden.

Perspektiven für junge Menschen

Für die Perspektiven von jungen Menschen ist gute Arbeit der zentrale Punkt. Wir sollten uns daher noch stärker um die Firmen kümmern, die bereits heute hier gute Arbeitsplätze (und Ausbildungsplätze) anbieten. Mehr ins Gespräch kommen ist dazu wichtig, um die Situationen zu kennen. Vielleicht lassen sich hier mit den Kammern zusammen Gesprächsformate entwickeln, die Politik und Unternehmen in diesen Fragen noch enger zusammenrücken.

Aber – ich mache mir keine Illusionen – viele Jüngere werden nach der Schule erstmal etwas anderes ausprobieren wollen. Auslandsaufenthalt, Studium, Ausbildung in einer anderen „Ecke von Deutschland“. Das ist verständlich. Aber mein eigener Lebenslauf zeigt (ich komme ursprünglich aus der Grafschaft Bentheim), dass die Bindung zur „alten Heimat“ nie ganz abreißt. Sei es durch gewachsene Freundschaften oder ganz einfach die Familie, die weiterhin hier lebt. Hier sollten wir ebenfalls ansetzen und versuchen eine Art „Kommunikationsplattform“ zu schaffen. Ein guter Anfang wurde mit dem „Wirtschaftsraum Weserbergland“ gemacht, dies gilt es jetzt auszubauen.

Um junge Menschen im Landkreis zu halten, ist eine Stärkung der Hochschule Weserbergland weiterhin notwendig. Das belebt einerseits die Stadt Hameln, andererseits lernen junge Menschen von außerhalb den Landkreis kennen.

 

Das waren ein paar Dinge, die ich persönlich als sehr wichtig erachte. Für alle diejenigen, denen Hinweise zum Umgang mit geflüchteten Menschen fehlen:

Ich selbst habe im September 2015 Sprachkurse für diesen Personenkreis gegeben. Außerdem betreue und unterstütze ich in kleinerem Umfang einen 25-jährigen Syrer.

Verständnis habe ich für Sorgen der Menschen im Landkreis. Mir ist wichtig, dass Politik für ALLE gemacht wird und nicht für einzelne Personengruppen. Deshalb auch mein Motto: EINER FÜR ALLE – ALLE FÜR EINEN.

Bislang hat diese neue Situation – würde ich zumindest behaupten – auf kaum jemand von uns einen direkten Einfluss. Ich jedenfalls zahle keine höheren Steuern oder eine neue Abgabe. Ja, der Wohnungsmarkt ist enger geworden. Aber bekommen dadurch Einheimische keine Wohnungen mehr?

Wenn ja, dann lassen Sie uns reden. Oder schreiben Sie eine E-Mail an torben.pfeufer@googlemail.com

Das für heute zum Thema…

Viele Grüße,

Torben Pfeufer

Schreibe einen Kommentar